|
Essstörungen verstehen wir als psychosomatische Erkrankung mit Suchtcharakter. Das heißt Essstörungen sind keine Ernährungsstörungen. Kennzeichnend für eine Essstörung ist die Tatsache, dass der Alltag zwanghaft um das Thema Essen kreist und die Nahrungsaufnahme ihren eigentlichen Sinn verloren hat. Streng kontrolliertes Essen und Diäten sind häufig der Einstieg in eine Essstörung. Unter dem Begriff der Essstörungen werden die Erscheinungsformen Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) sowie Binge Eating Disorder (Heißhunger Attacken ohne Erbrechen und verschiedene Mischformen zusammengefasst. Diese Formen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und ineinander übergehen. Die Essstörung kann nicht alleine an Unter-, Normal-, oder Übergewicht festgemacht werden, sondern sie muss immer im Zusammenhang mit Gedanken, Gefühlen und Verhalten verstanden werden. Laut einer Studie der Universität Jena an Schülern und Studenten zeigen rund 29 % der Frauen und 13 % der Männer Frühzeichen von Essstörungen wie chronisches Diäthalten und exzessives Sporttreiben.
|
|
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 15. November 2012 )
|